Multifunktionalität im Handumdrehen – die Drehlünette

Ein klassisches Merkmal vieler populärer Luxusuhren ist der markante drehbare Ring rund um das Ziffernblatt. Als Teil des Gehäuses handelt es sich bei einer Drehlünette nicht um eine Komplikation im engeren Sinne. Häufig findet sich hier auch der Begriff der Gehäusefunktion.

Eine Drehlünette bietet zusätzlichen Platz für Beschriftung und Skalierung und ermöglicht aufgrund ihrer Verstellbarkeit interessante und nützliche Zusatzfunktionen.

In vielen Fällen ist es gerade diese Drehlünette, die einer Uhr ihre zentrale Funktion verleiht und sie damit grundlegend charakterisiert.

Die Drehlünette als zweite Zeitzonen

Ein zweiter Stundenzeiger, der sich in einem manuell eingestellten Abstand zum Stundenzeiger der Hauptzeit bewegt, ermöglicht die Anzeige einer zweiten Zeitzone. Um hier ein schnelles und zweifelsfreies Ablesen der zweiten Ortszeit zu ermöglichen, ist eine 24-Stunden-Skala sinnvoll. Hier kann die Lünette, nicht zwingend in Form einer Drehlünette, genutzt werden, um das einfache Ziffernblatt sinnvoll zu erweitern.

Tauchuhren mit Drehlünette

Ein wichtiges und beliebtes Segment bei Luxusuhren ist das der Tauchuhren. Vorreiter in der Entwicklung wasserdichter Uhren war über lange Jahre die Marke Rolex. 1926 kam mit der Rolex Oyster die erste Armbanduhr mit dieser patentierten Eigenschaft auf den Markt.

In den folgenden Jahrzehnten perfektionierte Rolex die Konstruktion und brach mit Sondermodellen immer wieder eigene Rekorde, wie 1960 einen Tauchgang auf 10.916 Meter in den Marianengraben.

Doch auch ohne solche Extremleistungen liefern Tauchuhren mit Drehlünette bis heute Sport-, Hobby- und Berufstauchern gute und wertvolle Dienste, in Fragen der Eigensicherung.

So kann eine Drehlünette genutzt werden, um die verbleibende Tauchzeit zu markieren, bzw. zu ermitteln. Auf die Zeit des Beginns eines Tauchgangs eingestellt, zeigt sie auf einen Blick, wie lange dieser zu einem späteren Zeitpunkt bereits andauert.

Dabei ist für eine Tauchuhr wichtig und damit charakteristisch, dass sich die Lünette ausschließlich im Uhrzeigersinn drehen lässt. So kann ausgeschlossen werden, dass ein nachträgliches, unbeabsichtigtes Verstellen dem Nutzer eine längere Restzeit vermittelt, als tatsächlich vorhanden ist. Schlimmstenfalls wird die Lünette so verstellt, dass dem Taucher das Ende des Tauchgangs früher als tatsächlich notwendig angezeigt wird.

Für die effektive Nutzung als echte Taucheruhr sollte die Drehlünette möglichst griffig gestaltet sein, um auch mit Tauchhandschuhen das Verstellen zu ermöglichen. Große Leuchtpunkte erleichtern das Ablesen genau wie eine durchgehende Minuteneinteilung der umlaufenden Skala.

Eine große Auswahl an Taucheruhren verschiedener Hersteller finden Sie auch bei uns in Flensburg.

Fliegeruhren mit Drehlünette

Mindestens genauso beliebt wie die klassische Taucheruhr sind seit vielen Jahren Fliegeruhren. Auch hier finden sich berühmte Vorreiter unter den Uhrenherstellern, wie zum Beispiel die Marke Breitling, die seit ihrer Übernahme durch den Unternehmer und Piloten Ernest Schneider in 1979 den Bezug zur Aeronautik sogar durch das inzwischen weltweit bekannte Logo der Marke dokumentiert.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich Fliegeruhren nicht maßgeblich von den beschriebenen Tauchuhren. Auch sie werden durch die markante Drehlünette charakterisiert.

Im Unterschied zur Tauchuhr lässt sich die Drehlünette bei einer klassischen Fliegeruhr jedoch in beide Richtungen drehen.

In der Hauptsache wird die Drehlünette genutzt, um den Beginn des Fluges zu markieren und so auf einen Blick die zurückgelegte Flugzeit zu bestimmen. Dies ist vor allen Dingen für den Sichtflug von Nutzen, bei dem zum Beispiel nach einer bestimmten Flugzeit bei festgelegter Fluggeschwindigkeit ein Richtungswechsel erforderlich ist.

Streng genommen bietet die Fliegeruhr damit nichts anderes, als jeder Chronograph mit Stoppuhrfunktion auch leisten könnte. Die Nutzung des zentralen Minutenzeigers in Kombination mit der umlaufenden Drehlünette bietet jedoch eine mit Abstand bessere Ablesbarkeit und damit Komfort und Sicherheit.

Wir vom Juwelier und Feinuhrmacher Peter Jürgensen in Flensburg bieten Ihnen natürlich auch eine große Auswahl an klassischen und modernen Fliegeruhren.

Ihre Eignung im praktischen aeronautischen Einsatz dokumentieren moderne Fliegeruhren durch eine Zertifizierung nach DIN 8330: Zeitmesstechnik – Fliegeruhren. Sie bescheinigt einer Fliegeruhr die Eignung als sekundärer Zeitmesser im Flugbetrieb.

Außerdem finden sich einzelne Fliegeruhren, wie die Breitling Cockpit B50, deren Drehlünette Markierungen für die vier Himmelsrichtungen trägt. Diese kann als einfaches Kursmemo genutzt werden, indem eine zu merkende Himmelsrichtung durch Drehen der Lünette auf die 12 positioniert wird.

Die Drehlünette als Rechenschieber

Ebenfalls durch die Marke Breitling ist eine weitere nützliche Funktion der Drehlünette bekannt geworden: die Modelle Chronomat aus dem Jahr 1941 sowie das der heute gefragte Navitimer nutzen die Drehlünette als Rechenschieber, mit dessen Hilfe einfache Umrechenaufgaben bewältigt werden können. Hierzu werden ein äußerer und ein innerer Zahlenring durch Drehen der Lünette aufeinander abgestimmt. So können zum Beispiel Kilometer und nautische Meilen einander gegenübergestellt und auf einen Blick umgerechnet werden. Die Art der Berechnung ist dabei nicht festgelegt und bietet alle Möglichkeiten des klassischen Dreisatzes. So können zum Beispiel auch Währungen komfortabel umgerechnet werden, in dem dem Wert der Ausgangswährung, zum Beispiel beim Wert 10 auf der Skala, das Äquivalent der zweiten Währung gegenübergestellt wird. So kann, natürlich mit Rundungsungenauigkeiten, für jeden Wert auf einem der Zahlenringe der Gegenwert in der zweiten Währung, dargestellt durch den zweiten Zahlenring, abgelesen werden.

Die Drehlünette als Countdown-Timer

Im Einsatz als Countdown-Timer ähnelt die Drehlünette grundsätzlich den beschriebenen Funktionen im Einsatz als Tauch- oder Fliegeruhr. Der eigentliche Unterschied besteht gewissermaßen im Blickwinkel: als Tauch- oder Fliegeruhr wird die Lünette auf den Startzeitpunkt des Tauchgangs oder des Flugs eingestellt. So kann zu jedem späteren Zeitpunkt einfach abgelesen werden, wie viel Zeit seit diesem Moment vergangen ist.

Als Countdown-Timer wird die Drehlünette umgekehrt genutzt: eingestellt wird der angestrebte Endzeitpunkt. Soll zum Beispiel ein wichtiger Termin um x:45 Uhr erinnert werden, wird die Null der Lünette auf die 45 der Skala des Ziffernblattes eingestellt. Der Stand des Minutenzeigers markiert so zu jedem Zeitpunkt auf der Skala der Drehlünette die noch verbleibenden Minuten bis zum Ablauf des Countdowns.

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