Guter Mond, du gehst so stille – die Mondphasenanzeige

Die Himmelsbeobachtung, sei es im Rahmen professioneller astronomischer Wissenschaft oder als schlichter Blick in den Nachthimmel begleitet den Menschen seit Anbeginn seiner Geschichte.

Die Faszination für das Beobachtete ist seit Jahrtausenden ungebrochen und mit jeder Generation wachsen die Erkenntnisse und das Verständnis darüber, was oberflächlich mit bloßem Auge oder bis ins entfernteste Detail mit fortschrittlichster Technik zu erkennen ist.

Dabei spielt unser direkter Nachbarplanet, der Mond, seit jeher eine herausragende Rolle. Nicht nur, weil es sich um den ersten Planeten handelt, auf den der Mensch seinen Fuß gesetzt hat, sondern vor allen Dingen, weil er und die zyklischen Veränderungen die er optisch durchläuft, für jedermann mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Doch nicht nur seine erkennbare Nähe zur Erde – weniger als 400.000 Kilometer trennen uns vom Erdtrabanten, im Vergleich ist es bis zur Venus, als der Erde naheliegendsten Planeten, im günstigsten Fall der Planetenkonstellation, hundertmal so weit – auch sein nachweisbarer und erst recht der angenommene Einfluss auf den Menschen und sein Lebensumfeld verleihen dem Mond eine herausragende Stellung.

Der Mond beeinflusst die Gezeiten und allein seiner Anziehungskraft ist es zu verdanken, dass unser Planet sich stabil in seiner Umlaufbahn hält. Dabei bietet er dem Betrachter ein zyklisches Schauspiel. Von Neumond über zunehmenden Mond, Vollmond und anschließend wieder abnehmenden Mond zeigt sich unser Nachbar im Licht der Sonne jede Nacht ein wenig verändert und regt so seit jeher die Phantasie des Menschen an.

Schon früh wurde dem Menschen klar, dass der Wechsel der Mondphasen einem präzisen Zyklus folgt und so exakt vorhergesagt werden kann, wie die Stunden des Tages, die Tage, Wochen und Monate des Jahres.

So gelang es bereits im frühen 16. Jahrhundert Wanduhren mit einer Mondphase auszurüsten, die dem Betrachter unmissverständliche Auskunft über die aktuelle Stellung des Mondes lieferte, unabhängig von der Tageszeit und den Wetterverhältnissen, die eine Himmelsbeobachtung behindern können. Ihren Siegeszug als Komplikation einer mechanischen Armbanduhr trat die Mondphase jedoch erst in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts an.

Naturereignisse in Zahnrädern

Die Mondphase als kleine Komplikation mit einem Uhrwerk zu kombinieren und auf einer Armbanduhr darzustellen, ist technisch eine vergleichsweise geringe Herausforderung.

Sie macht sich die wissenschaftliche Erforschung der Planetenbewegung und der Veränderung der Konstellation zwischen Erde, Sonne und Mond zunutze. Eine Mondphase, also der Zeitraum zwischen zwei Vollmonden beträgt so genau 29 Tage, 12 Stunden, 44 Minuten und 2,9 Sekunden. Da dieser Zyklus in absoluter Genauigkeit mechanisch jedoch kaum umzusetzen ist, rundet die klassische Mondphase als Komplikation den Zyklus auf 29,5 Tage. Hierbei bereitet wiederum der halbe Tag einige Schwierigkeiten, da auch dieser sich nur begrenzt mechanisch darstellen lässt.

Bei der klassischen Mondphase dreht ein Räderwerk mit 59 Zähnen eine Scheibe im Ziffernblatt. Auf diese sind gegenüberliegend Monde aufgezeichnet, sodass immer eine Darstellung sichtbar ist und sich durch ihre Bewegung über das Sichtfenster das Zunehmen und Abnehmen des Mondes widerspiegelt. Dabei dreht das verbundene Zahnrad täglich, meist um Mitternacht, um einen Zahn weiter. Eine komplette Umdrehung benötigt somit 59 Tage oder zweimal 29,5 Tage, also zwei Mondphasen.

Die Rundung, welche durch die mechanische Umsetzung erforderlich wird, führt zu einer fortschreitenden Ungenauigkeit der Darstellung. Jährlich sind dies etwa acht Stunden, im Schnitt also ein Tag in drei Jahren. Um dies auszugleichen nutzen die meisten Hersteller einen einfachen Korrekturmechanismus, der per Knopfdruck die Darstellung nachjustiert.

Mit viel handwerklicher Präzision und hoher Ingenieursleistung gelingt es Uhrenherstellern jedoch, eine noch deutlich höhere Genauigkeit zu erzielen. So gelingt eine Präzision in der Darstellung, die nur alle 100 Jahre und mehr eine Korrektur um einen Tag erfordert.

Rekordhalter in Fragen der Genauigkeit ist jedoch der Schweizer Uhrmacher Andreas Strehler, der in 2016 eine Uhr mit Mondphase vorstellte, die in über zwei Millionen Jahren um nur einen Tag abweicht.

Wenn Sie sich nun selber für eine Uhr mit Mondphase begeistern, besuchen Sie und gerne beim Juwelier und Feinuhrmacher Peter Jürgensen in Flensburg. Hier halten wir eine Auswahl an Modellen verschiedener Hersteller bereit.

Das Einstellen der Mondphase

Die korrekte Uhrzeit an einer Armbanduhr einzustellen ist keine große Herausforderung, soweit eine andere Uhr als zuverlässige Referenz genutzt werden kann.

Die Einstellung der Mondphase erfolgt nach einem vergleichbaren Prinzip, erfordert jedoch etwas mehr Aufwand. Gerne beschreiben wir an dieser Stelle das verbreitete Vorgehen zum Einstellen der Mondphase. Im Detail richtet sich dieser Vorgang jedoch nach Hersteller und Modell und sollte entsprechend einer beiliegenden Beschreibung entnommen werden. Gerne erklären wir Ihnen natürlich vor Ort in Flensburg, wie Ihre neue Uhr mit Mondphase korrekt eingestellt wird.

Grundsätzlich lassen sich zwei Varianten der Mondphaseneinstellung unterscheiden.

Uhren mit separatem Drücker für die Mondphaseneinstellung

  • Betätigen Sie den Drücker. Als Folge bewegt sich die Darstellung der Mondphase mit jedem Druck um einen Tag weiter.
  • Drücken Sie so oft, bis der Vollmond dargestellt wird.
  • Ermitteln Sie das Datum des letzten Vollmonds (weiter unten finden Sie den aktuellen Mondkalender für 2018)
  • Zählen Sie die Tage zwischen dem aktuellen Datum und dem letzten Vollmond und übertragen Sie diese durch Betätigung des Drückers: ein Druck pro Tag.

Uhren mit Mondphaseneinstellung über die Krone

  • Durch Herausziehen wird die Krone der Uhr in die richtige Position für die Einstellung des Datums gebracht.
  • Stellen Sie das Datum des letzten Vollmonds ein.
  • In der dafür vorgesehenen Position wird nun die Mondphase auf Vollmond eingestellt.
  • Stellen Sie anschließend das aktuelle Datum ein.

Vollmondkalender 2018

Die folgenden Daten dienen der Orientierung zur Einstellung Ihrer Mondphase. An den genannten Tagen herrscht Vollmond:

  1. Januar 2018
  2. Januar 2018
  3. März 2018
  4. März 2018
  5. April 2018
  6. Mai 2018
  7. Juni 2018
  8. Juli 2018
  9. August 2018
  10. September 2018
  11. Oktober 2018
  12. November 2018
  13. Dezember 2018

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